Energetische Sanierung: So optimieren Sie Ihr Haus

Durch energetische Sanierung Kosten sparen und die Umwelt schonen

In den kalten Wintermonaten hat es jeder gerne gemütlich warm. Einfach die Heizung aufdrehen und die Wärme genießen. Doch in vielen Haushalten führt genau das zu hohen Heizkosten und Umweltbelastung. Rund zwei Drittel der zentralen Heizungsanlagen in Deutschland sind nach dem Bundesverband der Heizungsindustrie (BDH) technisch ineffizient und veraltet. Durch eine Heizungsmodernisierung könnten so 13 Prozent des deutschen Energieverbrauchs eingespart werden. Wenn Sie Ihre Heizung modernisieren, sparen Sie Kosten und schonen die Umwelt. Ob Wärmepumpe oder Solarthermieanlage, moderne Elektroheizung, Stromheizung oder Wandheizung – es gibt viele Möglichkeiten. Die Heizung der Zukunft ist energieeffizient und umweltfreundlich. Eine staatliche Förderung hilft zudem bei der Finanzierung und schafft weitere Kostenvorteile.

Doch eine Heizungsmodernisierung allein reicht häufig nicht aus. Die Wärmedämmung vieler Häuser ist veraltet und nicht ausreichend – ein großer Teil der Wärme geht verloren. Viele Hausbesitzer unterschätzen den Zustand ihrer Wärmedämmung und den Nutzen einer energetischen Sanierung.
Nach der Shell BDH Hauswärmestudie wird nur ein Prozent des Gebäudebestands in Deutschland jährlich mit einer energetischen Sanierung verbessert. Doch die Vorteile einer solchen energetischen Sanierung liegen auf der Hand.

Vorteile einer energetischen Sanierung

Mit einer energetischen Sanierung kann der Primärenergiebedarf um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. Senken Sie Ihren Energieverbrauch durch eine moderne Heizung, neue Fenster, eine Fassadendämmung, Kellerdämmung, Dachbodendämmung und Dachdämmung. Ob Heizkosten sparen, Klimaschutz , besseres Wohngefühl oder Wertsteigerung – viele Vorteile gleichen Kosten und Aufwand einer energetischen Sanierung schnell wieder aus.

Heizkosten sparen
Ein großer Teil der Wärme entweicht bei einem schlecht gedämmten Haus über die Außenwände, den Keller oder das Dach. Sie heizen somit nicht nur Ihre Wohnung oder Ihr Haus, sondern auch gleich die Umgebung. Um dieses unnütze Heizen zu stoppen, müssen Sie Ihr Haus energetisch sanieren. Eine effektive Wärmedämmung verhindert den Energieverlust und reduziert die Heizkosten. Wie viel Sie genau einsparen können, erfahren Sie von unabhängigen Energieberatern, die Ihr Haus individuell berechnen. So können Sie Ihre energetische Sanierung professionell planen lassen und individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen – ob Komplettsanierung oder verschiedene Einzelmaßnahmen. Je besser die verschiedenen Maßnahmen zur Wärmedämmung aufeinander abgestimmt sind, umso höher sind Ihre Heizkostenersparnisse. Ab wann sich die energetische Sanierung für Sie rentiert, hängt von verschiedenen Aspekten wie dem Bauzustand Ihres Hauses, dem Sanierungsaufwand oder der Energiepreise ab. Doch je älter ein Haus ist, desto höher ist zumeist auch die Einsparmöglichkeit.

Klimaschutz
Der zu hohe Energieverbrauch in Deutschland schadet der Umwelt. Heizen verbraucht Ressourcen und verschmutz die Luft. Veraltete Heizsysteme und hohe Energieverluste durch schlechte Wärmedämmung tragen zu einer erhöhten Umweltverschmutzung bei. Eine energetische Sanierung und ein modernes Heizungssystem verringern den Energieverbrauch eines Hauses deutlich und schonen die Umwelt. In der Wärmeproduktion entstehen verschiedene Emissionen die schädlich für Mensch und Umwelt sind: Schadstoffe wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxiden (NOx) oder Feinstaub gelangen in die Luft und Atmosphäre. Nur durch effiziente Heizungen und eine gute Wärmedämmung können diese Schadstoffe verringert werden. Derzeit sind Gebäude noch für 30 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Ziel ist es, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland zu erreichen. Die Co2 Emission soll zudem um 80 bis 95 Prozent verringert werden. Nur so können die Ziele des Klimaabkommens von Paris auch realisiert werden: Hauptziel ist eine Begrenzung der menschgemachten, globalen Erderwärmung auf unter 2°C. Doch die Anzahl der energetischen Sanierungen von Wohngebäuden in Deutschland muss sich dafür von den derzeit ein Prozent auf mindestens zwei verdoppeln.

Besseres Wohngefühl
Eine hohe Lufttemperatur im Gebäude reicht für eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre nicht aus. Kalte Wände oder zugige Räume verhindern trotz aufgedrehter Heizköper ein behagliches Wohngefühl. Eine energetische Sanierung mit guter Fassadendämmung lässt die Innenwände nicht auskühlen, sondern eine gemütliche Wärme ausstrahlen. Mit abgedichteten Fenstern stoppen Sie Zugluft und schaffen ein angenehmes Raumklima in Ihren Räumen.

Wertsteigerung
Eine Investition in eine effiziente, energetische Sanierung rentiert sich nicht nur durch die Einsparung von Heizkosten, sondern auch durch die Wertsteigerung Ihres Hauses: Sie können ein energieeffizientes Haus sowohl besser vermieten, als auch bessere Verkaufspreise erzielen. Zudem können Sie durch eine gute Wärmedämmung verhindern, dass durch Feuchtigkeit entstehende Bauschäden den Wert Ihres Hauses mindern.

Welche Möglichkeiten der energetischen Sanierung gibt es?

Es gibt viele Möglichkeiten der energetischen Sanierung. Eine energetische Komplettsanierung erzeugt die besten Erfolge. Diese kann auf einmal oder durch viele, aufeinander folgende Einzelmaßnahmen erzielt werden. Dabei kann man entweder von innen oder von außen isolieren. Eine Außendämmung dämmt das gesamte Gebäude effektiv und führt zu den besten Ergebnissen. Mit einer Innendämmung können punktuelle Dämmlücken ausgebessert werden, um auch hier Verbesserungen im Wärmeverlust zu erzielen. Um eine ideale Wärmedämmung zu erreichen, müssen verschiedene Bereiche des Hauses energetische saniert werden.

Große Wärmeverluste entstehen durch schlecht gedämmte Hauswände. Daher trägt eine Fassadendämmung effektiv zur Energiegewinnung bei. Das Auskühlen der Wände in den Wintermonaten verhindern Sie durch eine energetische Sanierung Ihrer Fassade. Die Raumtemperatur bei wechselnder Außentemperatur immer auf der gewünschten Höhe zu halten, führt bei einer schlechten Fassadendämmung zu unnötigem Heizen. Dämmstoffe an der Fassade verhindern den Wärmeverlust durch die Hauswände. Auch eine effiziente Dachdämmung und Dachbodendämmung verhindert deutlich den Wärmeverlust Ihres Hauses. Ohne eine richtige Wärmedämmung heizen Sie Ihren ungenutzten Dachboden ständig mit. Dasselbe gilt für schlecht gedämmte Kellerräume. Auch hier sparen Sie durch eine energetische Sanierung viel Energieverlust ein.

Doch auch kleinere energetische Sanierungen können eine große Wirkung erzielen: Mit einer Wärmedämmung der Rollladenkästen und Heizkörpernischen verhindern Sie effektiv Wärmeverlust. Gerade diese Stellen sind häufig besonders schlecht gedämmt und durch dünne Wände besonders wärmedurchlässig. Hier kann man mit geringem Kostenaufwand eine große Verbesserung erreichen.

Wichtig bei einer energetischen Sanierung ist immer auch die Qualität der Fenster und Türen. Nur mit modernen und gut abgedichteten Fenstern und Türen verhindert man Wärmeaustritt und Zugluft. Dabei sollte man auf Zweifach- oder Dreifachverglasung beim Fenstertausch achten. Neue Wärmedämmfenster isolieren wesentlich besser als alte, einfachverglaste Fenster. Hier können Sie viel Energie einsparen. Alte Haustüren auszutauschen kann sich doppelt lohnen. Veraltete Türen sind häufig weder isoliert, luftdicht noch einbruchsicher. Hier können Sie neben einer besseren Wärmedämmung zusätzlich die Sicherheitsstandards Ihres Hauses verbessern.

Energetische Sanierung: verschiedene Dämmstoffe

Es gibt verschiedene Materialien für eine energetische Sanierung. Die Leistungsfähigkeit eines Dämmmaterials lässt sich durch die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) erkennen. Je niedriger die Zahl ist, desto besser ist die Dämmwirkung. Daher muss die Dämmstoffdicke je nach Material an die gewünschte Dämmwirkung angepasst werden.

Bei den unterschiedlichen Dämmmaterialien kann zwischen mineralischen, synthetischen und nachwachsenden Rohstoffen gewählt werden. Die bekanntesten Materialien Steinwolle und Glaswolle gehören zur mineralischen Wärmedämmung. Polyuretan und Polystyrol hingegen sind aus Erdöl hergestellte, synthetische Kunststoffschäume. Meistens werden diese Materialien als Hartschaumplatten verwendet und können auch in der Erde eingesetzt werden. Bei der Wärmedämmung mit nachwachsenden Rohstoffen werden sowohl pflanzliche als auch tierische Materialien verwendet wie Holz-, Hanf-, Zellulose-, Kokosfasern oder Schafwolle. Diese Materialien sind für eine gute Umweltbilanz die beste Alternative.

Gibt es Förderungen für eine energetische Sanierung?

Um die Umweltziele der Bundesregierung und die damit einhergehende Verringerung der Energieverluste in Deutschland voranzutreiben, gibt es verschiedene Förderungsmöglichkeiten für Ihre energetische Sanierung. Die KfW beispielsweise bietet bei einer energetischen Sanierung Fördergelder in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten an. Dies gilt nicht nur für energetische Komplettsanierungen, sondern auch für Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung. Auch die Unterstützung eines professionellen Baubegleiters wird bezuschusst.

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