Ihr neuer Wintergarten

Darauf sollten Sie beim Bau achten

Sie haben sich dafür entschieden, einen Wintergarten zu bauen und so Ihren Wohnraum zu erweitern? Mit einem Wintergarten haben Sie sowohl im Sommer als auch im Winter einen extra Raum für gemütliche Stunden – fast wie im Freien. Mit einer Wintergarten Speicherheizung oder mobilen Elektroheizung zaubern Sie auch in den kältesten Wintermonaten eine angenehme Wärme in das „Außenzimmer“. Bevor Sie sich mit dem Bau auseinandersetzen, sollten Sie Ihren Wintergarten planen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie zusätzlich beim Bau des Wintergartens noch achten sollten.

Welche Bauform soll Ihr Wintergarten haben?

Bei der architektonischen Gestaltung sind Ihnen kaum Grenzen gesetzt. Es gibt drei Hauptformen von Wintergärten: Anlehn-Wintergarten, Über-Eck-Wintergarten und Polygon-Wintergarten. Sie sollten sich für einen davon entscheiden und diesen bestmöglich an Ihr Haus anpassen, damit ein einheitliches Bild entsteht.
Der Anlehn-Wintergarten ist eine weitverbreitete Art des Wintergartens und vor allem wegen des Preises sehr beliebt. Der Wintergarten wird an das Gebäude angebracht, ohne dass dafür Wände eingerissen werden müssen. Damit der Anlehn-Wintergarten nicht wie ein Fremdkörper aussieht, sollte man auf ein ähnliches Baumaterial und passende architektonische Formen wie das Haupthaus achten.
Der Über-Eck-Wintergarten ist die aufwendigste und damit auch teuerste Bauform eines Wintergartens. Dieser Wintergarten ist weitgehend freistehend und dadurch auch bei den statischen Anforderungen deutlich anspruchsvoller. Der Vorteil ist vor allem der Panoramablick und die beinahe ganztägige Sonneneinstrahlung.
Die Besonderheit des Polygon-Wintergartens ist, dass er auf einem mehreckigen Grundriss aufgebaut ist und einem Pavillon ähnelt. Er überzeugt vor allem durch die Optik, durch eine bessere Wärmespeicherung und einen optimaleren Lichteinfall. Je nach Anzahl der Ecken erhöht sich allerdings auch der Aufwand für den Sonnenschutz.

Welches Material ist das Richtige für Sie?

Beim Material kommt es neben Kosten und Aufwand vor allem auch auf Ihren Geschmack an. Es gibt verschiedene Materialien, mit denen Sie Ihren Wintergarten bauen können. Die drei häufigsten sind Holz, Aluminium und Kunststoff.
Der natürliche Baustoff Holz überzeugt nicht nur durch die Optik. Holz dämmt die Wärme ideal und hält Ihren Wintergarten im Sommer angenehm kühl und im Winter gemütlich warm. Da Holz ein natürliches Produkt ist, ist es allerdings nicht so witterungsbeständig wie andere Materialien. Daher bedarf es einer besonderen und regelmäßigen Pflege.
Aluminium ist ein leichtes und zugleich stabiles Material, das Wintergärten mit besonders großen Glasflächen ermöglicht. Anders als Holz ist es auch nicht witterungsanfällig und benötigt daher keine zusätzliche Pflege. Es gibt viele vorgefertigte Aluminium-Bauteile für Wintergärten auf dem Markt, die schnell verarbeitet werden können. Eine bewehrte Baumethode ist auch die Kombination aus Holz und Aluminium. Hierbei werden Holzpfeiler in den Außenbereichen mit Aluminium verblendet: Im Wintergarten haben Sie so die rustikale und warme Optik des Holzes, das jedoch von außen ideal gegen Witterungen geschützt ist.
Eine weitere Materialwahl können sog. Kunststoffprofile sein. Hierbei wird eine Stahlkonstruktion mit PVC ummantelt, um den Stahlkern vor Korrosion zu schützen. Dieses Material überzeugt vor allem durch den günstigen Preis. Der Nachteil ist vor allem das hohe Gewicht: Bei größeren freitragenden Flächen ist dieses Material demnach nicht die beste Wahl.

Kunststoffgläser oder echtes Glas?

Das typische Merkmal eines Wintergartens ist zuallererst eine große Glasfront. Daher ist es wichtig, dass Sie sich für das richtige Glas entscheiden. Durch das Glas entsteht ein Treibhaus-Effekt: Sonnenstrahlen werden von Wänden und Boden teilweise als Wärmestrahlung abgegeben, welche nicht durch das Glas nach außen dringen können und somit den Raum aufheizen. Um die Energiesparverordnung einzuhalten, ist es wichtig, auf das richtige Glas zu setzen, um die vorgeschriebenen Werte zu erfüllen. Mit modernen Gläsern, ob doppelt oder dreifach verglast, können Sie die Grenzwerte leicht einhalten.
Natürlich müssen Sie auch auf die Sicherheit achten. Daher sollten Sie unbedingt, gerade für den Dachbereich, auf Sicherheitsglas setzen. Verbundsicherheitsglas ist optisch nicht von herkömmlichen Glas zu unterscheiden, verhindert aber, dass die Scheibe in großen und gefährlichen Teilen auseinanderbrechen kann. Auch Drahtglas erfüllt diese Funktion, ist aber nicht völlig transparent, aber dementsprechend günstiger.
Eine sichere und günstige Alternative scheinen auf den ersten Blick Kunststoffgläser zu sein. Diese sind wie echtes Glas lichtdurchlässig, stabil und splitterfest. Zudem sind sie sehr leicht und witterungsbeständig. Der große Nachteil ist jedoch, dass sie nicht kratzfest sind. Gerade beim Putzen entstehen so schnell Kratzer, die sich nicht mehr entfernen lassen und die Sicht stören. Es ist daher ratsam, bei der Verglasung etwas mehr Geld zu investieren und dafür viele Jahre einen Wintergarten mit schöner Aussicht zu genießen.

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