Gleichstrom, Wechselstrom & Mischstrom

Die unterschiedlichen Stromarten auf einen Blick

Elektroheizungen funktionieren mit elektrischem Strom. Das heißt, sie werden einfach an das Stromnetz angeschlossen und erzeugen Wärme. Egal woher der Strom kommt, ob aus Atomenergie oder erneuerbaren Energie, aus der Steckdose kommt Wechselstrom. Unser Ratgeber erklärt Ihnen was genau Wechselstrom, Gleichstrom und Mischstrom ist und wofür wir die unterschiedlichen Stromarten verwenden.

Definition der unterschiedlichen Stromarten

Gleichstrom
Gleichstrom ist ein elektrischer Strom, der sich weder in seiner Stärke noch in seiner Richtung zeitlich verändert. Das heißt, die Ladungsträger fließen immer in eine Richtung. Gleichstrom wird mit DC (direct current) abgekürzt. Hauptsächlich wird er durch die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom mithilfe eines sog. Gleichrichters produziert. Daneben gibt es auch einige elektrische Energiequellen wie beispielsweise Solarzellen, Batterien oder Gleichstromgeneratoren, die direkt Gleichstrom produzieren.
Wechselstrom
Wechselstrom ändert seine Polung in regelmäßigen Abständen, das heißt, dass Stromspannung und Stromstärke zeitlich versetzt schwanken. Die Abkürzung für Wechselstrom ist AC (alternating current). Sinusförmiger, also regelmäßiger Wechselstrom wird weltweit am häufigsten zur elektrischen Energieversorgung verwendet. Das liegt daran, dass sich Wechselstrom einfach in Gleichstrom umwandeln lässt und zudem mit weniger Verlusten über weite Strecken transportiert werden kann. Im Haushalt wird hauptsächlich Einphasenwechselstrom verwendet. Daneben gibt es Dreiphasenwechselstrom, auch Drehstrom genannt. Drehstrom ist ein Mehrphasenwechselstrom, der aus drei Wechselströmen gleicher Frequenz besteht. Er wird vor allem für den Transport und die Verteilung von elektrischer Energie in den verschiedenen Stromnetzen eingesetzt.
Mischstrom
Mischstrom ist ein elektrischer Strom, der sowohl aus Gleichstrom als auch aus Wechselstrom besteht. Das heißt, die Wechselstrom- und Gleichstromanteile überlagern sich hier. Mischstrom wird auch als pulsating current bezeichnet. Er entsteht bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom ohne Glättungskondensatoren oder Glättungsspulen. Denn ohne Glättungskondensatoren oder Glättungsspulen bleibt immer etwas Wechselstrom vorhanden.

Anwendung der unterschiedlichen Stromarten

Weltweit wird die elektrische Energieversorgung hauptsächlich mit Wechselstrom vorgenommen. Der in den einzelnen Elektrizitätswerken produzierte Strom wird als Wechselstrom in das Stromnetzwerk eingespeist. Über die Stromleitungen gelangt dieser Wechselstrom zu den einzelnen Haushalten und über die Steckdose zu den verschiedenen Geräten wie einer Elektrospeicherheizungen oder einem Elektrokamin. Je nach Gerät wandeln diese den Strom in Gleichstrom um oder verwenden den Wechselstrom. Insbesondere Geräte mit Akkus, wie Laptops oder Handys aber auch TV, Radio oder LEDs benötigen Gleichstrom. Wechselstrom wird hingegen bei allen Elektromotoren (z.B. eine Küchenmaschine) oder Geräten die sich erhitzen sollen (z.B. ein Elektroherd) verwendet. Eine normale Glühbirne funktioniert mit Gleich- aber auch mit Wechselstrom.

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